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Sebastian, 6B; Foto: Lindner

Das zweite Projektjahr im Programm „Sparkling Science“ begann für die jungen Forscherinnen und Forscher der Klassen 6a und 6b mit einer Auftaktveranstaltung am Institut für Botanik der Universität Innsbruck.
 
Eine Delegation von vier Schülerinnen und Schülern jeder Klasse folgte der Einladung von Ass. Prof. Mag. Dr. Konrad Pagitz zur Teilnahme an einer interdisziplinär gestalteten Vortragsreihe zum Thema Neophyten, Schwerpunkt Tirol. Gemeinsam mit einigen Lehrerinnen und Lehrern des PORG Volders, zahlreichen Vertretern der Universität und einem bunten Publikum an Fachleuten drückten die Schüler die Hörsaal-Bänke.

 
David, 6A Foto: David Anfang
Noah, Elpida und Elias, , 6A Foto: David Anfang
 
Schülerinnen der 6B mit Prof. Scalet (links), im Hintergrund ein Exemplar des Riesen-Bärenklau. Foto: Lindner

Das Programm umfasste am Vormittag fachliche Referate unterschiedlichster Disziplinen: Nach einer Vorstellung der grundlegenden Problematik durch den Neophytenbeauftragten des Landes Tirol Dr. Konrad Pagitz folgte die Darstellung des Themas aus Sicht des Natur-und Umweltschutzes und den rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich durch Vertreter der Tiroler Landesregierung, Abteilung Umweltschutz.


Die Tiroler Bergwacht erläuterte mit eindrucksvollen Bildern die schwierige Bekämpfung des bis zu 4m hohen Riesen-Bärenklau Heracleum mantegazzianum, der aufgrund seiner Inhaltsstoffe in Kombination mit Sonnenlicht phototoxische Hautreaktionen auslösen kann.

 

 

Dr. Wolfgang Rabitsch vom Umweltbundesamt, Abteilung Biologische Vielfalt und Naturschutz definierte in seiner „Roadmap to Alien Land“ die nationalen und internationalen Möglichkeiten und Strategien im Umgang mit invasiven nicht-einheimischen Arten in Österreich und Europa, aber auch die meist rechtlichen „Lücken“ im System, die eine sinnvolle Bekämpfung von Problem-Neobiota erschweren.


Die Präsentation eines möglichen Meldesystems wie es vom Naturschutzbund Österreich verwendet wird und die Darstellung der ÖBB, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement, über Berührungspunkte mit Neophyten durch diverse Bauprojekte, rundeten den Eindruck ab, dass das Problem der invasiven nicht-einheimischen Pflanzenarten nicht länger übersehen werden kann.


Im zweiten Teil der Veranstaltung, am Nachmittag folgte eine Diskussion über mögliche zukunftsweisende Ansätze im Umgang mit Neophyten und anschließend eine Vorstellung der wichtigsten Arten vor den Gewächshäusern des Botanischen Gartens. Die gesellschaftliche Kontroverse über die tatsächliche Gefährlichkeit mancher gebietsfremder Pflanzen offenbarte sich auch im Hörsaal: Sind alle Neophyten zu verdammen oder gibt es auch schützenswerte? Ist Einwanderung nicht auch ein natürlicher Sukzessionsprozess? Gibt es auch positive Aspekte der erhöhten Biodiversität durch anthropogene Einflüsse? Manche Forderungen, beispielweise nach weiteren Veranstaltungen dieser Art und vermehrter Sensibilisierung in Fachkreisen, wurden jedoch einhellig begrüßt. Und einig waren sich auch die Schülerinnen und Schüler: Es gibt noch viel über Neophyten zu lernen…

 
Schüler der 6A im Botanischen Garten. Foto: Lindner

 

Elisabeth Lindner

 

 

 

 

Vorausschau Herbst 2009:

Donnerstag, 22.10. Projekttag am PORG Volders

Freitag, 23.10. Feldforschungstag in der Völser Au



Weiterführende Links:

Kompetenzzentrum für Neophyten: http://botany.uibk.ac.at/neophyten/

Sparkling Science: http://www.sparklingscience.at/de/projects/10-alien-invaders-flie-gew-sserrenaturierung-und-neophyten-ein-bersehenes-problem/

 
 
 
 
 
 

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